Ein eintägiger Workshop ist ein guter Ausgangspunkt, um zu entdecken, was alles dazugehört und um alle Schritte des Ausstopfens einmal zu erleben.
Welche Workshop du dann wählst, bleibt dir überlassen. Es ist zum Beispiel nicht zu sagen, ob ein Vogel oder ein Säugetier einfacher zu beginnen ist. Die eine Teilnehmerin findet einen Vogel einfacher, die andere ein Säugetier. Wähle also deine persönliche Präferenz.
Ein Anfängerkurs in Präparation bietet eine Einführung in die Grundprinzipien und Techniken der Taxidermie. Er richtet sich an Personen ohne Vorerfahrung in der Präparation von Tieren. Während des Kurses erlernst du die wesentlichen Fähigkeiten, die zum Präparieren von Tieren benötigt werden, wie z. B. das Häuten des Tieres, das Reinigen und Gerben der Haut, das Formen des Körpers und das Schaffen einer realistischen Pose.
Der Kurs ist praxisorientiert mit vielen praktischen Übungen, um dich mit den verschiedenen Schritten der Präparation vertraut zu machen. Du lernst, wie du Werkzeuge und Materialien richtig verwendest und welche Sicherheitsvorkehrungen während des Präparationsprozesses zu treffen sind. Du erhältst auch theoretische Hintergrundinformationen zu Anatomie, Hautpräparation, Konservierungstechniken und ethischen Überlegungen in der Taxidermie.
Die toten Tiere, mit denen ich arbeite, werden nicht für die Präparation getötet. Meistens sind sie an Krankheit oder Alter gestorben, waren ein Unfallopfer im Straßenverkehr oder gegen ein Fenster geflogen, oder stammen aus der Wildschadebekämpfung.
Ich finde diese Tiere entlang der Straße oder unter einem Fenster, oder ich bekomme sie von Leuten, die wissen, dass ich Interesse an toten Tieren habe und mich mit Präparation beschäftige. Die Tiere, die aus der Wildschadebekämpfung stammen, erhalte ich von Jägern.
Sobald Leute wissen, dass du daran interessiert bist, Tiere zu präparieren, und dass du bereit bist, tote Tiere anzunehmen, kannst du schnell einen Gefrierschrank voll bekommen.
- Stelle sicher, dass das Präparat nicht direkter Sonneneinstrahlung, Wärmequellen oder feuchten Umgebungen ausgesetzt wird.
- Das Präparat zwei- bis dreimal pro Jahr aus leichter Entfernung mit einem Insektenschutzspray besprühen.
- Entferne Staub vom Präparat mit einem weichen Tuch oder einer Feder, indem du in Richtung der Federn wischst. Bei einem Säugetier kannst du vorsichtig einen Staubsauger auf niedrigster Stufe verwenden oder den Staub mit einem Föhn wegblasen.
- Um das Tierpräparat zu schützen, kannst du es unter eine Glasglocke stellen.
In den Niederlanden ist seit dem 21. Januar 2017 das Naturschutzgesetz in Kraft.
https://www.rvo.nl/onderwerpen/beschermde-dieren/prepareren
Hierin sind Ausnahmen für das Präparieren von Tieren enthalten. Sie dürfen einen einheimischen Vogel aus freier Wildbahn (präparieren) lassen, wenn dieser ohne Ihr Verschulden oder Wissen gestorben ist.
Der Vogel muss innerhalb von drei Tagen beim Präparator sein, der den Vogel mit einem Kennzeichen versieht und es beim RVO anmeldet.
Für Säugetiere gilt, dass Tierarten aus der Anlage Teil A des Naturschutzgesetzes ohne Befreiung oder Erlaubnis vorbereitet werden. Diese Arten dürfen in Ihrem Besitz sein, wenn sie ohne Ihr Verschulden oder Wissen gestorben sind.
Denke an die eigene Sicherheit und die von anderen, wenn du ein Tier am Straßenrand findest.
Stel sicher, dass du Handschuhe trägst, wenn du das Tier anfasst. Ein totes Tier kann voller Bakterien, Zecken und Flöhen sein.
Ein Tier, das bereits zu verwesen beginnt, kann schwierig richtig präpariert werden. An warmen Tagen verschlimmert sich der Verwesungsprozess erheblich schnell. Daher ist es vorzugsweise besser, mit Tieren zu arbeiten, die im Winter gestorben sind.
Um zu bestimmen, wie frisch ein Tier ist, kannst du eine einfache Kontrolle durchführen. Streiche vorsichtig mit deinem Finger über die Augenlider. Wenn sich Federn oder Haare lösen, ist das Tier verdorben. Auch ein grüner Bauch bei Säugetieren weist auf einen schlechten Zustand hin. Der Geruch spielt ebenfalls eine wichtige Rolle als Indikator.
Knochenbrüche, Blutflecken oder kahle Stellen sind normalerweise kein Problem bei der Präparation des Tieres.
Es ist wichtig, das Tier so schnell wie möglich in einen gut verschlossenen Plastikbeutel in den Gefrierschrank zu legen. Stelle jedoch zuerst sicher, dass die Kerntemperatur des Tieres ausreichend niedrig ist. Vermeide die Verwendung von Zeitungspapier, Küchentuch oder anderem Material, um das Tier einzuwickeln.
Unten findest du eine Übersicht der Tierarten und der Kosten, die du für die Aufstellung erwarten kannst. Sie ähneln der Kostenliste, die die Niederländische Vereinigung der Präparatoren verwendet. Die Kosten sind inklusive Mehrwertsteuer und eines einfachen Podest. Für gespreizte Flügel, besondere Haltungen, sehr fette Tiere, ein offenes Maul, ein aufwändiges Podest usw. wird ein Aufpreis berechnet.
Säugetiere
Maus € 200,–
Maulwurf € 250,-
Hamster, Wiesel € 365,–
Ratte € 395,-
Hermelin, Eichhörnchen € 495,–
Kaninchen, Igel € 550,–
Marder € 595,-
Hase € 735,–
Biberratte (Nutria) € 915,–
Rehkitz € 715,–
Waschbär € 875,-
Fuchs, das € 1045,-
Einheimische Vögel
Haussperling, Buchfink, Kohlmeise, Stieglitz, Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen
€ 325,–
Amsel, Buntspecht, Star, Eisvogel
€ 380,–
Eichelhäher, Elster, Dohle, Grünspecht, Steinkauz, Sperber
€ 450,–
Schwarze Krähe, Lachmöwe, Turmfalke, Schleiereule, Waldohreule, Waldkauz, Waldschnepfe
€ 495,–
Habicht, Bussard, Taube, Fasan
€ 550,–
Wilde Ente, Kormoran, Gans, Reiher, Storch, Rabe
ab € 595,–
Trophäenkopf
Kaninchen, Hase
€ 425,–
Dachs, Fuchs
€ 495,-
Reh
€ 625,-
Wildschwein ab
€925,-